02/12/14

GHG: 1300 Euro für Hospizverein

Über 1300 Eu­ro konn­te sich kürz­lich der Ho­spiz­för­der­ve­r­ein Al­zenau freu­en. Die Ge­mein­schaft Han­del und Ge­wer­be (GHG) Al­zenau hat­te in der Weih­nachts­zeit ei­ne li­mi­tier­te Aufla­ge von Tee­licht­glä­s­ern un­ter dem Mot­to »Spen­de Licht zu Weih­nach­ten« ver­kauft. Aus dem Er­lös stammt ein Teil der Spen­de.

Ohne Worte!

Das neue Kabarettprogramm von und mit Klaus Staab Kabarett und Lieder über Zeitgenossen, die Zeitung von hinten nach vorne lesen, um dann nach Wetterbericht und Todesanzeigen im TV Programm steckenzubleiben, über Sesselprämien, den Ausverkauf des Tafelsilbers und die Diktatur des Kapitals. Schlagzeilen mit Schlagseite aus dem Land der Schnäppchenjäger, Duckmäuser, Zuschusterer, Arschaufreißer...von wegen Kulturnation!

"Ohne Worte!" versucht bis zum Anfang durchzudringen und lässt im Haifischbecken das Wasser ab. Klaus Staab zieht den Stöpsel. "Er ist ein Berserker, der Klaus Staab. Aber zart besaitet. Er textet mit Wucht und haut in die Tasten. Aber dann auf einmal mit verletzlichem Herzen und leisen Melodien, dass es ganz still wird in einem." Diesen Eindruck hinterließ Klaus Staab bei Annelise Euler vom Main-Echo. Und nicht nur bei ihr.

Klaus Staab: Ohne Worte - aktuelle Fassung

Benefizveranstaltung zugunsten des Roten Kreuzes und seines Hospizes in Alzenau

 Der Hofgarten und Klaus Staab laden Sie ein zu einer Benefizveranstaltung zugunsten des Roten Kreuzes und seines Hospizes in Alzenau. Hospize machen es sich zur Aufgabe, schwerstkranken und sterbenden Menschen durch unterstützende Therapie und Pflege eine letzte Heimat zu geben, in welcher sie möglichst frei von Symptomen und Angst ihr Leben genießen und in Ruhe sterben können. Mit der Begleitung des Betroffenen während seiner Sterbephase endet die Arbeit der Hospizmitarbeiter jedoch nicht – auch die Nachbetreuung des Verstorbenen und dann vor allem seiner Hinterbliebenen ist ein großes Aufgabengebiet.

Alt-Text

10/24/13

Charity Event zu Gunsten des Hospiz Alzenau

Feunde einer im Hospiz Alzenau Verstorbenen haben ein Charity Event zu Gunsten des Hospiz organisiert. Hier die Infos von Danny June Smith & Specialguests

 Am 1. Advent von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr findet im Rahmen des Langenselbolder Weihnachtsmarktes in der Klosterberghalle Langenselbold ein großes Benefiz zugunsten des Hospiz in Alzenau statt.

Unter der musikalischen Leitung von Danny June Smith, mehrfache Langenselbolder Pop- Country- und Musical- Preisgewinnerin, wird es zwei Stunden lang ein bunt gemischtes Programm geben.

Eine Auswahl von Künstlern der verschiedensten Musikrichtungen wird neben und mit Danny June das Publikum musikalisch unterhalten: Der beliebte Sänger der Frankfurter Oper, Matthias Ernst Holzmann mit seinem wunderschönen, professionellen Bass- Timbre, die junge, aufstrebende Musical- Darstellerin Eva- Christine Keller sowie die New Country- Band "Acoustic Trail" (Julian Gramm, Thomas Gust, Jens Subtil und Markus Wolff).

Das abwechslungsreiche Repertoire reicht von Popmusik und New Country über Schlager bis hin zu Oldies, Klassik und Musical. Jedes Genre vorgetragen von erstklassigen Musikern mit Herz für diese Wichtige Sache.

"Es ist eine wundervolle Geste, daß meine Freunde, die o. g. Künstler sowie die Technik, Licht und ein Filmteam dieses Projekt ohne jeglichen finanziellen Ausgleich unterstützen - alle haben spontan zugesagt. Für dieses hochkarätige Aufgebot an Künstlern zahlt der Musikliebhaber an anderer Stelle das Drei- bis Vierfache des heutigen Eintrittspreises," sagt Danny June Smith. "Kommt am 1. Advent und lasst Euch von den wundervollen Stimmen und Klängen in schönem Ambiente verwöhnen"!

Die Moderation übernimmt der charmante und deutschlandweit bekannte Gunter Hildebrandt, dessen berühmte Stimme aus unzähligen Radiosendern bekannt ist.

Gastredner, über die sich die Schirmherrschaft sowie alle Beteiligten sehr freuen sind der sympathische Bürgermeister Jörg Muth sowie ein Mitarbeiter des Alzenauer Hospiz.

 

Datum: 01. Dezember 2013

Ort: Klosterberghalle, Schloßpark 2, 63505 Langenselbold

Eintritt Erw.: 10,-

Eintritt Kinder unter 10 Jahren: 3,- Euro

Karten VVK:

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Hans Wilz, Vorstand Clearwater Stompers: hcwl@unitybox.de, Tel. 06184-520404

Danny June Smith: djs@danny-june-smith.de

Gaststätte "Zum Schalander", Am Heiligen Stock 2 a, 63505 Langenselbold, Tel. 06184-1576

Bürgerbüro Langenselbold -bitte diesen Link anklicken: www.langenselbold.de/index.php

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Karten AK: So lange der Vorrat reicht

Der komplette Erlös der Eintrittseinnahmen geht an das Hospiz in Alzenau, dessen Arbeit Künstler und Veranstalter sehr schätzen und unterstützen möchten - mit Eurer Hilfe!

 

09/29/13

Fortbildung palliative Schmerztherapie und Aspekte der modernen Wundversorgung im palliativen Kontext

Alzenau. Am Samtag den 28.09.2013 richtete das Hospiz Alzenau erstmals eine Fortbildungsveranstaltung mit über 90 Teilnehmern aus allen Bereichen der palliativen Versorgung aus. Der erste Themenschwerpunkt stellte die Schmerztherapie bei palliativen Patienten dar. Hier zu referierte Alfred Paul Leitender Oberarzt der Klinik für Palliativmedizin am Klinikum Aschaffenburg anschaulich und strukturiert an Hand von praktischer Erfahrung, sowie zahlreichen Fallbeispielen. Es wurde auch immer wieder auf die Individualität der Patienten und deren Wahrnehmung von Schmerz hingewiesen. Wiltrud Kempkes-Bokel, Krankenschwester auf der Palliativstation am Malteser Krankenhaus Bonn Rhein/Sieg, folgte mit dem Thema der pallaitiven Wundversorgung. Hier wurde nicht nur die Wundversorgung in den Vordergrund gehoben und die dadurch entstehenden Problemfelder, sondern auch die Aspekte die begleitend für die Belastungen der Patienten und Angehöhrigen, Zugehörigen, verantwortlich sind, wurden ausführlich behandelt. Ursula Püschel Mitarbeiterin und zertifizierte Wundmanagerin, der B.Braun Melsungen AG, beendete mit ihrem Vortrag zur Wundversorgung mit entsprenchenden auf dem Markt befindlichen Verbands- und Hilfsmitteln und deren Anwendung, die Veranstaltung. 

Das gesamt Feedback der Teilnehmer zeigte, dass es sich um eine gelunge Veranstaltung handelte. Einer Wiederholungsveranstalung wird ins Auge gefasst.

09/24/13

Gestrampelt für den guten Zweck

Alzenau-Michelbach. Anlässlich seines 15-jährigen Bestehens ist der Radlertreff des TV 1901 MIchelbach für einen guten Zweck geradelt. Dabei erstrampelten sie 1200 Euro, die hälftig an die AWO-Initiative Hilfe für bedürftige Kinder in Alzenau und den Hospizförderverein gehen sollen.

Die Organisatoren Peter Eckart und Brigitte Amberg hatten die Idee, dass man anstelle einer Feier für einen guten Zweck radeln könnte. Jeder Radler sollte für jeden gefahrenen Kilometer zehn Cent spenden. Jeden Montagabend wurden Runden von 25 bis 40 Kilometer geradelt. Als Ziel waren am Jahresanfang 1000 Euro angepeiltworden; da diese Summe übertroffen wurde, konnte man jetzt zwei Organisationen bedenken und damit zwei wesentliche Lebensabschnitte positiv begleiten; den Start von Kindern in ihre Zukunft und den Abschied von Sterbenden.

(Main-Echo 28.09.2013)

08/01/13

Jazz am Rathaus - Erlös geht erneut an das Alzenauer Hospiz

Karlstein. Tänzelnde Tuba und leichtfüßige Klarinette. Von Er­sc­höp­fung kei­ne Spur. Wenn He­ye Vi­el­l­ech­ner sagt, man ha­be ei­ne an­st­ren­gen­de Tournee hin­ter sich, wird wohl et­was dran sein. Re­gel­mä­ß­i­ge »Jazz am Rat­haus«-Gän­ger wis­sen frei­lich, dass der in­zwi­schen 75 Jah­re al­te Band­lea­der aus dem frie­si­schen Nor­den sei­ne vor­sätz­lich kon­fu­sen An­mo­de­ra­tio­nen gern mit hin­ter­grün­di­gem Hu­mor und iro­ni­schen Be­haup­tun­gen würzt.

Die vom Karlsteiner Bürgermeister Winfried Bruder organisierte Veranstaltung war erneut ein voller Erfolg. Der Erlös der Veranstaltung ging dem Förderverein Hospiz Alzenau e. V. zu Gute. 

 

Sommerfest voller Erfolg

Am 14.07.2013 feierte das Hospiz bei bestem Wetter erfolgreich sein drittes Sommerfest. An die 300 Mittagessen, sowie 51 Kuchen wurden verkauft. Auch zahlreiche Kleinspenden konnten verzeichnet werden.

Begonnen hatte das Sommerfest mit "Minuten der Besinnung" und der Fahrzeugsegnung des Hospizbuses. Herr Warmuth wurde musikalisch von dem Frauenchor "Some Sing ELse", die im Anschluss noch einige Gesangstücke zum Bestengaben. Die Hospizverantwortlichen konnten neben der stellvertretenden Landrätin Andrea Lindholz, Bürgermeister Dr. Alexander Legler, der im Anschluß noch ein paar Worte zu der Beziehung der Stadt Alzenau und dem Hospiz verlor.

Desweiteren konnten Bürgemeister Bruder (Karlstein/Main), der stellvertretende Bürgermeister Zellmann ( Kahl/Main), sowie der Bundestagskandidat der SPD Andreas Parr. Es konnten auch zahlreiche MItglieder des Alzenauer Stadtrats begrüßt werden.

Der anschließende Ansturm auf die Spanferkel war ein Vorzeichen auf den Erfolg des Festes. Luis Berger ein Freund einer im Hospiz Alzenau verstorbenen Sängerin sorgte ab 12:30 Uhr für Unterhaltung.

Besonderen Dank geht an alle ehrenamtlichen Helfer des Fördervereins und der Malteser Hospizgruppe, dem Wanderverein Albstadt, im Besonderen Herrn Schneider, Friedhelm Eder (Eder-Brauerei), dem Jugend Rot Kreuz Hörstein, Andy`s kleiner Stadtmetzgerei und dem Zonta-Club.

06/14/13

VR-Bank Alzenau spendet 2000 €

Die VR-Bank spendet 2000 € für die Arbeit im Hospiz. In diesem Rahmen informierte sich Frau Sigrid Werner, Vorstandsvorsitzende der VR-Bank Alzenau, über die Arbeit und Aufgaben im Hospiz. Herr Bergmann und Herr Höfler standen Rede und Antwort. Anschließend übergab Frau Werner einen Scheck in Höhe von 2000 €. Sie erwähnte nochmals, dass die Spende hier am richtigen Ort angebracht ist, um Menschen in die letzten Tagen und Wochen so angenehm, wie möglich zu machen. 

02/27/13

Das Hospiz kein "Alzenauer Hobby"

Mit seinen Aufgaben wächst der Alzenauer Hospizföderverein. Die Jahreshauptversammlung erfuhr am Montagabend im Maximilian-Kolbe-Haus von einer steigenden Inanspruchnahme der Einrichtung, der alles Bemühen des Vereines gilt, und wachsenden Mitgliederzahlen.

Vorsitzender Ingo Niedner, der bei der turnusmäßigen Wahl im Amt bestätigt wurde, sieht dessen ungeachtet weitere Herausforderungen. So braucht der Verein - in Alzenau, Kahl, Karlstein und dem Kahlgrund schon gut aufgestellt - eine breitere Mitgliederbasis im übrigen Landkreis und in der Stadt Aschaffenburg.

Denn jene, die ihr Leben unter fachlich wie menschlich intensiver Betreuung im Hospiz in ihren letzten Tagen verbringen, kommen keineswegs nur aus der näheren Umgebung so Markus Höfler Leiter des Hospiz.

Das Klinikum Aschaffenburg überweise nach wie vor die meisten Gäste an die Einrichtung, so Höfler gefolgt von den Kliniken Hanau, Offenbach und der Uniklinik Frankfurt. Das Einzugsgebiet reiche mittlerweile von Gießen bis Würzburg.

Die Auslastung lag in 2012 bei 94%. Mit 109 Aufnahmen bei 263 Anfragen lag die Zahl der Zugänge 50 Prozent höher als im Vorjahr. Von 19 auf zehn Tage gesunken sei dem gegenüber die durchschnittliche Verweildauer im Hospiz. Dass inzwischen 25 Prozent der Gäste von zu Hause kommen, wertete Höfler als Indiz für den guten Ruf der Einrichtung. 

 Die weitaus meisten Menschen, die im Hospiz ihre letzten Tage verbringen, kämen mit unheilbaren Krebsleiden. Lungen-, Hirn- und Brusttumore waren laut Höfler im vergangenen Jahr die häufigsten Diagnosen. Ein wachsender Anteil der Gäste jedoch werde, etwa aufgrund von Patientenverfügungen gegen lebensverlängernde Maßnahmen, mit akuten internistischen oder  neurologischen Befunden aufgenommen.

Rund 90000 Euro Einnahmen, die der Förderverein im vergangenen Jahr erwirtschaftete, dienen nach Worten von Niedner vor allem dazu den Gästen ihre letzten Tage so angenehm wie möglich zu machen. Knapp 20000 Euro brachten nach seinen Angaben die Beiträge der 589 Mitglieder. Deren steigende Zahl - "am Anfang waren es 21" - in Alzenau und Umgebung sei erfreulich, stehe aber der bislang noch dürftigen Basis im übrigem Landkreis gegenüber. "Wir müssen klar machen, dass das Hospiz kein Alzenauer Hobby ist, sondern eine Notwendigkeit für den ganzen Untermain ist.", so der Vorsitzende.

Positiv vermerkte er einen wachsenden Anteil an Privat- und Firmenspenden:" Das zeigt, dass wir langsam bekannt werden." In seinem Dank an alle Unterstützer bezog sich Niedner ausdrücklich die Vereine und Organisationen ein, die das Hospiz im vergangenen Jahr mit Benefizaktionen unterstützt haben.

Unter der Wahlleitung von Gerhard Dehn bestätigten die Mitglieder Ingo Niedner und dessen Stellvertreter Stephan Bergmann für die kommenden 2 Jahre im Amt. Neue Schatzmeisterin wurde Yvonne Rosenberger. Als Schriftführerin wurde Kirsten Ritter-Bergmann gewählt. Als Beisitzer fungieren Irene Treffert, Christoph Hofmann, Winfried Bruder, Marianne Krohnen, Markus Höfler und Michael Rückert. Als Kassenprüfer wurden Gerhard Dehn und Bernhard Väth bestätigt. Ausgeschieden sind Armin Diry, Katrin Hempel, Laura Schön, Michael Lengert und Cornelia Tauber-Bachmann.

02/16/13

Im Hospiz eine letztes Mal »Für einen Tag« singen

Schlagersängerin Carola Bachmann wird bald sterben - Im Hospiz spielt sie ein letztes Mal mit Bandkollegen

Todkranke Alzenauer Schlagersängerin gibt ihr Abschieds-Konzert Langsam hebt Carola Bachmann das Mikrofon zum Mund. Die Musik fängt an, sie beginnt zu singen, zunächst zögerlich, dann etwas lauter. »Für einen Tag« heißt der Song. Das Stück ist von Helene Fischer, ihrem großem Vorbild. Dann bricht ihre Stimme, sie muss die Brille absetzen. Tränen laufen ihr übers Gesicht. Die 44-Jährige wird bald sterben.

 Die Schlagersängerin aus Gelnhausen-Meerholz ist unheilbar an Krebs erkrankt. Im Alzenauer Hospiz hat sie am Donnerstagnachmittag ein letztes Mal ihre musikalischen Weggefährten für ein Abschiedskonzert um sich versammelt. Es ist voll im Gemeinschaftsraum, immer wieder werden Stühle hereingetragen. Der Duft von frischem Kaffee schwebt im Raum, es gibt Apfelkuchen und sogar Hamburger. Carola Bachmanns Freunde und Angehörige haben an alles gedacht. Besucher treten zu der von ihrer Krankheit gezeichneten Frau im weißen Stuhl in der Mitte des Zimmers, bringen ihr Geschenke, umarmen sie fest - wahrscheinlich zum letzten Mal.

Seit 2009 erkrankt

Seit 1. Februar ist Carola Bachmann im Hospiz. Ihre Leidensgeschichte begann vor vier Jahren: 2009 wurde bei ihr Darmkrebs festgestellt. Der Tumor kam immer wieder, es bildeten sich Metastasen in Lunge, Leber und Gehirn. Nach zahlreichen Operationen und quälenden Chemotherapien gibt es nun keine Hoffnung mehr.

Carola Bachmann weiß, dass sie bald gehen muss. Die letzten zwei Jahre hat sie sich intensiv mit dem Tod auseinandergesetzt. Sogar ihre Beerdigung hat sie genau geplant. Die Musik, welches Kleid sie tragen wird. Sie möchte verbrannt und im Friedwald bei Gelnhausen beigesetzt werden. Den Baum hat sie sich schon ausgesucht. Angst vorm Sterben, sagt sie, hat sie nicht. »Da gibt es genug Medikamente gegen Schmerzen.«

Doch auch wenn sie gefasst wirkt, warum ausgerechnet sie dieses Schicksal ereilt, versteht sie trotzdem nicht. »Immer wieder diese Hoffnungen, und immer kam der Krebs zurück«. Sie habe sich oft gefragt, wieso andere wieder gesund wurden, sie aber nicht. »Ich bin doch erst 44«, fügt sie hinzu. Und dann weint sie.

Im Hintergrund spielt die Musik. Ihre Bandkollegen singen von Liebe, Männern, Träumen. Schlager waren schon immer Carola Bachmanns Steckenpferd. Die gebürtige Thüringerin singt seit ihrem 15. Lebensjahr, hat eine Gesangsausbildung. Seitdem war sie mit Bands, aber auch solo unterwegs. Vor allem auf Hochzeiten hat sie gesungen. Und immer am liebsten Songs von Helene Fischer.

Vor gut einem Jahr war sie dann dabei, als der Künstlerstammtisch Hanau-Steinheim zum ersten Mal zusammenkam, fortan ein regelmäßiger Treff für Gleichgesinnte. Aus dem »harten Kern« entstand schließlich die Gruppe Ohrwurm Live XL - mit der fünfköpfigen Band zog Carola Bachmann fortan durchs Rhein-Main-Gebiet und unterhielt viele Zuschauer mit Oldies, Schlager, Country und Rock.

Allergrößter Respekt

Dass die Sängerin bald nicht mehr da sein wird, ist für Mit-Musiker Luis Berger schwer zu akzeptieren. Beinahe beiläufig erfuhr er von ihrem Schicksal, als sie sich eines Abends nach dem »offiziellen Teil« des Stammtischs unterhielten. »Sie ist immer offen mit ihrer Krankheit umgegangen«, sagt er. Mit ihrer Willensstärke habe sie auch ihren Bandkollegen Kraft gegeben. »Carola hat meinen allergrößten Respekt.«

Die Band spielt unterdessen im Aufenthaltsraum des Hospizes weiter für sie. Außer den Ohrwurm-Live-XL-Mitgliedern treten auch andere Weggefährten ans Mikro - sogar aus Pforzheim sind sie gekommen.

Carola Bachmann wippt mit den Füßen, schunkelt, meckert über die Akustik, genießt die Aufmerksamkeit - und ist immer wieder sichtlich bewegt. Auch wenn ihr größter Wunsch - einmal mit Helene Fischer zu singen - nicht in Erfüllung ging, wird es ein anderer: »Ich möchte, dass alle hier mich und meine Musik in Erinnerung behalten. Und ab und zu an mich denken.«

Miriam Schnurr - Main Echo

01/10/13

Kahlgründer Musikanten Spenden

Schöllkrippen. Der Verein "Kahlgründer Sänger und Musikanten" hat dem Sozialfond für Kinder und Jugendliche aus dem Markt Schöllkrippen und dem Alzenauer Hospiz je 750 € gespendet. 1376 Euro haben die Musikanten bei ihrem weihnachtlichen Konzert in der Pfarrkirche St. Katharina von begeisterten Zuhörern erhalten. Aus der Vereinskasse stockten sie das Geld auf, das jetzt Vereinsvorsitztender Leonard Schultes an die Vertreter der beiden Organisationen überreichte.

Traditionell verzichteten die Musikanten beim Weihnachtskonzert auf Eintritt und bitteten um Spenden für einen guten Zweck. Für das Hospiz nahmen dessen Geschäftsführer Stepahn Bergmann und Pflegedienstleiter Markus Höfler die Spende entgegen, für den örtlichen Sozialfond Bürgermeister Reiner Pistner. Doris Pfaff

01/05/13

Benefizkonzert bringt 2000 Euro

Spende: Summe geht an Pfarrkirche und Hospizverein

Alzenau Das Benefiz-Weihnachtskonzert der Frohsinn-Chöre »Sound Unlimited« und »Männerchor« zusammen mit dem Schweizer Star-Tenor Erkan Aki in der Alzenauer Pfarrkirche St. Justinus (wir berichteten) erbrachte einen Reinerlös über 2000 Euro.

Frohsinn-Vorsitzender Thorsten Gallus (links) übergab die Spendensumme kürzlich hälftig an Pfarrer Jan Kölbel (Mitte) für die Renovierung der Pfarrkirche St. Justinus am Marktplatz und an Ingo Niedner (rechts,) dem Vorsitzenden des Hospiz-Fördervereins in Alzenau. og

01/03/13

Plantextrakt-Mitarbeiter machen gute Taten möglich

Die Mitarbeiter der Kleinostheimer Firma Plantextrakt haben gute Taten möglich gemacht: Am "Mitarbeitertag" spendeten sie ihre Arbeitszeiten, das Unternehmen rechnete diese Zeiten in einen Geldbetrag um. Jetzt wurde das Geld an ausgewählte Projekte übergeben.

Personalchef Michael Wirth überreichte Spenden in Höhe von je 1500 € an Silke Huber vom ambulanten Kinderhospiz Aschaffenburg, an Markus Höfler und Ingo Niedner vom stationären Hospiz Alzenau, an Kerstin Hessler von der Grundschule Kleinostheim für das Projekt "Haus der kleinen Forscher", an Horst Heuß vom Turnverein Trennfurt für die Arbeit mit geistig und körperlich Behinderten und an den an Krebs erkrankten Loris mit seinen Eltern Heinz und Yvonne Korn. Als Überraschung, so meldet Plantextrakt, wurde Kerstin Hessler ein Mikroskop für ihr Forscherteam überreicht. Loris Korn bekam zwei Karten für das Spiel Eintracht Frankfurt gegen Bayern München geschenkt. Loris ist Bayern-Fan - und seine leuchtenden Augen zeigten, dass die Überraschung sehr gut sngekommen ist.

Auch Landrat Dr. Ulrich Reuter war bei der kleinen Feierstunde dabei und schloss den offiziellen Teilmit einer Rede ab. Darin zeigte er sich sehr beeindruckt von dem Unternehmen und dem Engagement der Mitarbeiter.

Das Hospiz Alzenau bedankt sich bei Herrn Rachor und Herrn Deller von Plantextrakt für den Einsatz für das Hospiz.

12/18/12

Adventskonzerte im Hospiz

Kleine Konzerte für die Hospizgäste und deren Angehörige, waren Teil des Adventsprogramms im Hospiz. Ebenso gehörten gemeinsames Plätzchen backen und Weihnachtsdekoration zu basteln zum Beschäftigungsangebot für die Gäste.

Das Jugendorchester des Musikvereins Gunzenbach startete das weihnachtliche Programm. Bereits zum zweiten Mal bereicherte das Jugendorchester das vorweihnachtliche Programm im Hospiz. Fortgesetzt wurden die musikalischen Darbietungen durch Isabell Gaulin und Sandra Rüth, zwei Schülern des Spessart-Gymnasiums Alzenau, die mit Keyboard und Gesang die Gäste verzauberten. Auch die Musikschule der Stadt Alzenau beteiligte sich unter dem Motto "Es weihnachtet bald" mit sechs Schülern an den Adventskonzerten. Thea, Anne und Emma Metz begeisterten mit Violine und Querflöte. Christine Leinert und Kathrin Barthelmeh spielten zuerst im Duett Violine und unterstützten das Streichquartett "Alzenauer Stadtmusikanten" mit Emma Griebel und Sophie Nagel (Violine und Cello). Als Abschluss gaben die Musiktherapeutin Martina Bitz mit vier Schülern ein kleines Flötenkonzert.

Das Hospiz will sich bei allen Kindern und Jugendlichen, die ihre Zeit für die Hospizgäste und deren Angehörige gespendet haben bedanken.

 

Hospizgast zum Stammtisch begleitet

Jahre lang war der Donnerstag ein fester Bestandteil der sportlichen Aktivität unseres Gastes. Auch der anschließende Stammtisch gehörte dazu. Um diesen besuchen zu können organisierte das Hospizteam mit dem betreunenden Arzt einen Besuch in der Vereinsgaststätte des Tennisclubs. Da ein Liegendtransport nötig war, erklärte sich die BRK Bereitschaft Kahl (Timo Oeller und Markus Fischer) bereit mit einem KTW den Transport ehrenamtlich zu begleiten. Somit konnten dem Gast drei schöne Stunden im Kreise seiner Freunde bereitet werden. 

11/23/12

»Sie machen die Welt menschlicher«

Sterbebegleitung: Vor zehn Jahren wurde die erste Alzenauer Hospizhelfer-Gruppe gegründet - Feier im Kolbe-Haus

Alzenau Hospiz - übersetzt: humane Sterbebegleitung - sei eigentlich eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, wes-halb sich die Stadt Alzenau und der Landkreis Aschaffenburg vor einigen Jahren kräftig bei der Erstellung der Alzenauer Hospizeinrichtung beteiligt hätten, hob am Montagabend im Maximilian-Kolbe-Haus Alzenaus Zweiter Bürgermeister Helmut Schuhmacher hervor.

Die erste für Alzenau gegründete Hospizhelfer-Gruppe feierte dort ihr zehnjähriges Bestehen.

Nach einem Gedenkgottesdienst in der Pfarrkirche St. Justinus hießen Koordinatorin Christina Gripp und Gruppensprecherin Monika Diry die ehrenamtlichen Kräfte und eine Reihe von Gästen willkommen. Die Arbeit der zehn Jahre alten Hospizgruppe »Alzenau I« verdeutlichte eine Informationswand in Text und Bild.

Weil das Sterben zum Leben gehöre, setze die Hospizbewegung genau dann an, wenn es um den letzten Lebensabschnitt von sterbenskranken Menschen gehe, so Bürgermeistervertreter und Bezirksrat Helmut Schuhmacher. Was auch immer die Helfer im Einzelnen zu ihrem Handeln bewogen habe, es belege eindrucksvoll, dass Mitmenschlichkeit und Gemeinsinn einen hohen Stellenwert hätten.

»Ihr Handeln macht unsere Welt freundlicher und menschlicher«, lobte Schuhmacher und wünschte weiterhin viel Kraft und Gottes Segen für ihre unverzichtbare Aufgabe.

Stephan Bergmann, Leiter der BRK-Hospizeinrichtung, zitierte die Leitsätze der Malteser und bescheinigte den Hospizhelfern, dass sie genau danach handelten. Sie leisteten viel, lobte Bergmann, und das Tag und Nacht, Sonn- und Feiertags, wenn sie gebraucht würden, seien sie da. Die anfangs gehegte Skepsis, ob zwei soziale Einrichtungen - BRK und Malteser - unter einem Dach gemeinsam könnten, habe sich in der Praxis erledigt, weil beide nur das gemeinsame Ziel der humanen Hilfe im Auge hätten.

Georg Bischof vom diözesanen Malteser-Hilfsdienst Würzburg freute sich darüber, dass bei der Feier zum zehnjährigen Bestehen der Hospizhelfer-Gruppe so viel Wertschätzung zurückkomme. Die Vernetzung der Hospizbewegung in Alzenau sei hervorragend, so Bischof, politische Gemeinde, beide Kirchen, Caritas-Sozialstation, Seniorenförderverein und auch der katholische Frauenbund unterstützten materiell und finanziell nach Kräften, dankte er.

Stellvertretend für alle Hospizhelfer wurde dem Supervisor Ulrich Hofmann, der ältesten Hospizhelferin Mathilde Vierneisel (83) und der Gruppensprecherin Monika Diry mit einem Präsent gedankt. Neben dem Geschenk der Stadt Alzenau hatten auch die Pfarrgemeinderats-Vorsitzende von St. Justinus, Gabriele Huth und Irmtraud Reinhart vom katholischen Frauenbund Buchgeschenke dabei. Otto Grünewald Main-Echo 22.11.2012

11/20/12

Bayern 1 - sendet Beitrag aus dem Hospiz Alzenau

Im Rahmen der ARD-Themenwoche "Leben mit dem Tod" sendete der Bayerische Rundfunk im Regionalprogramm Mainfranken einen Beitrag über das Hospiz Alzenau. 

Öffnet externen Link in neuem FensterLink zu dem Beitrag auf der Seite des Bayerischen Rundfunks (BR)

11/15/12

Bischof lobt Betreuungsqualität im Alzenauer Hospiz

ALzenau - Noch bis Sonntag dauert die Visitation von Weihbischof Friedhelm Hofmann im Dekanat Alzenau. Eine Station war am Donnerstagvormittag das Hospiz in Alzenau, das derzeit einzige in seinem Wirkungsbereich und eins von insgesamt 14 in Bayern.

Eine gute Stunde nahm er sich Zeit, um sich vor Ort ein Bild zu machen, wie das Motto "Alles dreht sich ums Leben" realisiert wird. Die Besichtigung startete im Foyer, wo in der Ecke des Gedenkens eine Kerze brannte: "Wir haben 8 Zimmer, und die sind in der Regel belegt. Zurzeit sind es nur sieben, da ein Gast verstorben ist", erklärte Herr Stephan Bergmann, leitender Geschäftsführer des Hospizes.

Einige Ehrenamtliche von der Malteser Hospizarbeit führten aus, dass jeden Tag zwei Stunden jemand aus der 17 Mitglieder zählenden Gruppe im Hospiz sei. "Alle Achtung, vielen Dank für diesen Einsatz", lobte der oberste Hirte des Bistums Würzburg undvergewisserte sich bei Dekan Jan Kölbel, dass es auch ausreichend geistlichen Beistand in Alzenau gibt.

Der Bischof spendete einem Gast den Segen und erfuhr, dass im vergangen Jahr 70 Gäste im Hospiz verstorben sind. Beeindruckt zeigte er sich daei von den Windrädern, die an die seit 2010 Vestorbenen erinnern. Auf Ihnen sind Namen und Aufnahmedatum des jeweiligen Gastes vermerkt, die ihn während seines Aufenthaltes begleiten. Die Windräder, die nach dem Tod hier bleiben, werden im Meditationsraum gesammelt. "Hier ist der Gast tatsächlich König", stellte der Bischof abschließend fest.

09/26/12

Alzenau spendet an Hospizverein

Alzenau spendet an Hospizverein

Alzenau Die stolze Summe von 10 000 Euro hat die Stadt Alzenau bei den Sommerspielen von Antenne Bayern gewonnen: Dabei galt es, möglichst viele Alzenauer auf die sprichwörtliche Palme zu bringen, die auf dem Marktplatz aufgebaut war. Der Zweite Bürgermeister Helmut Schuhmacher hatte am 31. August sage und schreibe 203 engagierte Alzenauer auf besagte Palme gebracht und damit den Sieg deutlich eingefahren. Das Geld kommt nun dem Alzenauer Hospiz zugute:

 

Bürgermeister Alexander Legler (zweiter von links) und sein Stellvertreter, Helmut Schuhmacher (links) haben kürzlich einen symbolischen Scheck an Ingo Niedner (zweiter von rechts) und Armin Diry (rechts) vom Alzenauer Hospiz-Förderverein übergeben. red/Foto: Stadt Alzenau

09/25/12

Jazz am Rathaus in Karlstein erspielt 2500 Euro für Hospiz

 

Erneut geht ein Teil des Erlöses "Jazz am Rathaus" in Karlstein an das Alzenauer Hospiz. Diesmal beträgt die Summe 2500 €, die zur Erfüllung der Aufgabe des Fördervereins zur Deckung der 10 % des Tagessatzes benötigt werden. Karlsteins Bürgermeister Winfried Bruder und der Seniorenbeirat der Gemeinde Karlstein nutzten die Spendenübergabe um das Hospiz zu besichtigen und sich über das Hospiz und die dort geleistete Arbeit zu informieren. Ingo Niedner Vorstand des Fördervereines nahm die Sende entgegen und bedankte sich für die erneute Unterstützung und regte an, dies weiterhin fortzuführen.

09/27/12

Zonta-Club spendet 12000 Euro für Alzenauer Hospiz

Erlös aus Golfturnieren für rollstuhlgerechtes Fahrzeug

Alzenau "Ich habe eine gute Nachricht für Sie", teilte Alexandra Kraft-Simon, Präsidentin des Zonta-Clubs ALzenau, bei ihrem Besuch im örtlichen Hospiz Geschäftführer Stephan Bergmann und dem Fördervereinsvorsitzenden Ingo Niedner, mit.

Golfturniere in Marktheidenfeld

"Da bin ich wirklich platt", war der erste Kommentar von Bergmann, als er die enorme Höhe der Spende nämlich 12000 Euro, erfuhr. Die Summe setzt sich aus Teilerlösen der letzten beiden Golfturniere in Marktheidenfeld zusammen, die der Serviceclub alljährlich ausrichtet. Das Geld soll zu Finanzierung eines rollstuhlgerechten Fahrzeuges verwendet werden, das es den Gästen des Hospizes ermöglicht, ohne große Vorplanung kleine Fahrten zu unternehmen, wenn die Tages Verfassun zulässt.

"Einfach mal schnell auf den Markt zu fahren oder auf ein Konzert zu fahren, ist dann möglich", freut sich Stephan Bergmann und ergänzt: "Letztens wollte jemand noch mal so gerne in den Zoo." Das Fahrzeug soll ohne Werbung ausgestattet sein. "Das hat was mit Würde zu tun," so der Geschäftsleiter. " Golfen sie scön weiter!", gab Ingo Niedner augenzwinkernd der Zonta-Präsidentin für ihre engagierten Mitgliedern auf den Weg.

KAB Wasserlos spendet 500 Euro für das Hospiz

22.09.2012

Alzenau-Wasserlos Der KAB-Ortsverein spendet seit mehr als 25 Jahren den Großteil seiner Erlöse der Grillfeste an Christi Himmelfahrt an soziale Einrichtungen, insgesamt sind es bereits über 12 000 Euro. Heuer wurden 1500 Euro zur Verfügung gestellt: je 500 Euro an das Friedensdorf International, den Hospizförderverein Alzenau und die Seniorentagesstätte Alzenau. Im Bild von links: Alfons Heilmann (Friedensdorf International), Stephan Bergmann (Hospizförderverein), Karin Meyer (Seniorentagesstätte), Maria Karl (KAB Wasserlos), Armin Diry (Hospizförderverein und Seniorentagesstätte), KAB-Präses Pfarrer Jan Kölbel. red/Foto: privat

Sommerfest am Hospiz

16.07.2012

Aus Anlass des zweijährigen Bestehens feierte das Hospiz und der Hospiz Förderverein Alzenau e. V. am vergangenen Sonntag vor dem Hospizgebäude ein Sommerfest. Über 300 Besucher nutzen die Gelegenheit um sich über die Arbeit des Fördervereines und des Hospizes zu informieren. Dazu gab es Spanferkel aus dem Grill, was einen reißenden Absatz fand. Auch die Kuchentheke erfreute sich großem Zulauf. Neben zahlreichen Bürgern die sich über das Hospiz informieren wollten, kamen auch einige Angehörige, welche sich auf diese Weise über die geleistete Arbeit bedanken wollten.

Die stellvertretende Landrätin Andrea Lindholz und Bürgermeister Dr. Alexander Legler machten sich vor Ort ein Bild über die Einrichtung. Die stellvertretende Landrätin Marianne Krohnen unterstützte die Veranstaltung mit eigenen Kräften.

Der Erlös des Festes kommt dem Hospiz Förderverein Alzenau e. V. zugute, der nach gesetzlicher Vorgabe 10 Prozent der jährlichen Kosten der sozialen Einrichtung aufbringen muss.

Aus diesem Grund waren am Sonntag zwei Gäste besonders Wilkommen, Klaus Käfer, Vorsitzender des "Paul-Gerhardt-Schule"-Schulvereins aus Kahl und PGS-Schulleiter Joachim Witzmann. Das dreimalig ausverkaufte Pop-Oratorium "Die Zehn Gebote" spielte der Paul-Gerhardt-Schule 4400 Euro ein. Davon wurden drei soziale Projekte unterstützt, unter anderem das Hospiz Alzenau mit 1200 Euro.

Fördervereinsvorsitzender  Ingo Niedner und Schatzmeister Armin Diry bedankten sich für die Spende. Ziel ist es weiterhin die Versorgung Schwerstkranker im Hopsiz Alzenau auf hohem Niveau zu gewährleisten.

Frauenunion Karlstein spendet 500 Euro für Hospiz

20.06.2012

Aus dem Erlös der Aktivitäten der Frauenunion Karlstein überbrachen die Vorsitzende Waltraud Sittinger und die Schatzmeisterin Sieglinde Kobert eine Spende über 500 Euro für den Hospiz-Förderverein Alzenau. Mit dem Betrag möche die Frauenunion die noch recht junge Hospizeinrichung in Alzenau unterstützen und somit auch die Tätigkeiten der ehrenamtlichen Hospizhelfer honorieren. Stephan Bergmann, Geschäftsführer der sozialen Einrichung und Elke Herchenröder (ehenamtliche Malteser Hospizbelterin) zeigten den Gästen die Hospizanlage. Beide nahmen dankend die Spende für den Hospiz-Förderverein entgegen.

„Es waren 24 Tage Glückseligkeit“

30.04.2012 (Offenbach-Post)

Froschhausen - An der Türklingel des Mehrfamilienhauses Im Erlig stehen noch die Initialen: K. + H. Böhm. In der Wohnung sind die Wände tapeziert mit Porträtzeichnungen und Fotos der Familie. Zwei Gehhilfen lehnen im Essbereich an einem Serviertischchen. Von Sabine Müller

Alles weist auf die Bewohnerin hin, die vor kurzem für immer ausgezogen ist: Helga Böhm ist am Gründonnerstag im Alter von 68 Jahren im Hospiz Alzenau gestorben. An die letzten Tage dort denkt ihr Ehemann voller Dankbarkeit.

Kurt Böhm, der sie in den vergangenen Jahren versorgt und gepflegt hat, kann ihren Tod noch immer nicht fassen, auch wenn er wusste, dass die gemeinsame Zeit abläuft. „Am 11. November vergangenen Jahres haben wir noch Goldene Hochzeit gefeiert“, sagt er. Da war seine Frau schon schwer von der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) gezeichnet, einer unheilbaren Erkrankung, die sich in der fortschreitenden Schädigung jener Nervenzellen zeigt, die für die Muskelbewegungen verantwortlich sind. Vor rund drei Jahren waren die ersten Symptome aufgetaucht: „Meine Frau, die 35 Jahre lang Gymnastik gemacht hatte, konnte von heute auf morgen nicht mehr laufen.“ Zuerst dachte das Paar an einen verschleppten Schlaganfall, erst ein halbes Jahr später stand die Diagnose fest - und die Lebenserwartung: maximal vier Jahre.

„Wir waren am Boden zerstört“

„Wir waren am Boden zerstört“, sagt Kurt Böhm, „und immer, wenn meine Frau neue Ausfälle erlebte, hat sie geweint“. Nicht mehr gehen, sprechen, essen, trinken. Mit diesem Schicksal konfrontiert, wäre wohl auch eine weniger lebenslustige Frau als Helga Böhm verzweifelt. Die Fotos im Esszimmer zeigen sie lachend, braun gebrannt. „Wir hatten ein schönes, erfülltes Leben“, bestätigt ihr Mann. Beim Kerbtanz in Hainstadt hatten sie sich kennen gelernt. Rock’n’Roll-Tänzer, die Musik lieben, sind sie fast bis zum Schluss geblieben.

 Kurt Böhm, Dreher von Beruf, der später als freier Handelsvertreter hart gearbeitet hat, ließ seine Frau und die zwei Söhne oft alleine. Zum Ausgleich ging’s regelmäßig in den Urlaub. Was bleibt, sind Erinnerungen an Kreuzfahrten, Städtereisen zu Musical-Aufführungen und Trips nach Übersee. Als der heute 72-Jährige erfuhr, wie krank seine Frau ist, „war für mich ganz klar: ich pflege sie“. Auch weil er nie vergessen wird, wie seine frisch Angetraute zu ihm stand, als er fast zwei Jahre lang an einem schweren Lungenleiden laborierte.

Jetzt wurden die Rollen getauscht

Jetzt wurden die Rollen getauscht: Vom Rollstuhl aus leitete seine Frau ihn an beim Einkaufen, Kochen, Putzen, Wäsche waschen. Doch allmählich wurde der Radius immer kleiner. Helga Böhm bekam Pflegestufe drei, Kurt Böhm war dennoch rund um die Uhr beschäftigt. „Ich habe meine Frau alle zwei Stunden umgesetzt“, berichtet er, „da fehlt auf Dauer der Schlaf, das macht auch aggressiv.“ Dass sie bis zum Schluss bei wachem Verstand blieb, sei Fluch und Segen zugleich gewesen. Als der Facharzt in Wiesbaden sah, dass Helga Böhm immer schwächer wurde und ihr Mann am Limit war, empfahl er ein Hospiz. In Hanau gab es 40 Voranmeldungen, in Alzenau war gerade ein Zimmer frei geworden. Den Aufenthalt dort beschreibt Kurt Böhm als „24 Tage Glückseligkeit – bitte schreiben Sie das genau so!“ Sie beide hätten sich so wohl gefühlt, die Krankenschwestern seine Frau mit einer unglaublichen Liebe gepflegt, sie sogar noch mal zum Lachen gebracht, auch die Schmerzen konnten gelindert werden. Im Beisein ihrer Familie ist Helga Böhm schließlich für immer eingeschlafen.

Ihr letzter Wunsch war eine Bestattung im Friedwald. In Gelnhausen-Hailer hat ihr Mann einen Baum ausgesucht. Was ist sonst noch zu tun? – Kurt Böhm wirkt ein wenig verloren. Wenn das Alleinsein zu schwer ist, fährt er auf eine Tasse Kaffee nach Alzenau. Über einfühlsame Sterbebegleitung, wie sie dort praktiziert wird, hatte er bislang wenig gewusst. Heute sagt er: „Es gibt viel zu wenig solcher Einrichtungen, Millionen von Euro werden woanders hin gepumpt.“ Sollte er jemals in die Situation seiner Frau kommen, würde er sich ohne Zögern einem Hospiz anvertrauen. siehe auch: Hier gibt es Hilfe

 


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